Und wieder hat Emotet zugeschlagen: Stadtverwaltung Neustadt am Rübenberge (Niedersachsen) außer Gefecht

Nach dem es einige Monate Still um Emotet geworden ist, meldet Heise Online das die Stadtverwaltung Neustadt am Rübenberge aufgrund eines Befalls mit Emotet in weiten Teilen brach liegt.

Der Befall mit der Schadsoftware hat sich bereits von einigen Tage ereignet. Ürsprünglich war die Planung das am 16. September 2019 die Stadtverwaltung wieder voll einsatzfähig ist. Jetzt wurde der Termin auf den 4. Oktober 2019 verschoben. Teile der Verwaltung wie die Kfz-Zulassungsstelle sind derzeit noch komplett down.

Wieder zeigt sich hier das die perfieden Tricks, die die Verbreiter dieses Computerschädlings, immer weiter verbessert werden, und das scheinbar immer noch ein sorgloser Umgang mit zugesendeten Emails und derren Anhänge herscht. Denn dies ist immer noch der erste Verbreitungsweg dieses Trojaners.

Daher ist eine expliziete Schulung von Mitarbeitern und den Systemadministratoren, eine fortwärende und stetige Anpassung der Sicherheitsrichlinien und Absicherungseinrichtungen wie z.B. der Firewall und die Vierenscaner unabdingbar.

Gerne Unterszützen wir Sie bei der Absicherung Ihres Netzwerks. Sprechen Sie uns an, wir unterbreiten Ihnen ein individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasstes Angebot.

Quelle: heise.de, Stadtverwaltung Neustadt a. Rübenberge

Wenn RATen und Trojaner zuschlagen – Plötzlich werden keine Emails mehr angenommen

Bei einem Anruf eines besorgten Kunden vor einigen Tagen erfuhren wir das er Probleme mit dem Versand von eMails hatte, bzw. dass die Empfänger seine eMails nicht annähmen. Der Kunde benutzt einen externen Mailprovider. Der Support dieses Dienstes gehörten bis dato nicht zu dem mit dem Kunden vereinbarten Leistungsumfang, aber wir nahmen uns auf besonderen Wunsch des Kunden trotzdem der Sache an. Unser Kunde benutzt ein Hosting-Packet inkl. Mailserver eines großen deutschen Providers. Er hat eine Subdomain registriert, die über den MX-Eintrag zur IP des Hosters verweist.

Schnell wurde klar das die IP des Mailservers, den der Kunde benutzt, in einer Exploit Block List gelandet ist. Da der Eintrag in der Block List einen Mailware-Trojaner Namens Nymaim aufzeigte, wurde auf unser anraten die bekannte Ziel-IP und Ziel-Domain in der Firewall des Unternehmens geblockt. Auch ein umfassender Scan wurde auf wichtigen Systemen, allen voran den Rechnern der Buchhaltung, durchgeführt. Gefunden wurde bei der Adhoc-Suche im Netzwerk des Kunden glücklicherweise nichts, und der Eintrag wurde nach 24 Stunden automatisch aus der Exploit Block Liste entfernt.

Wir rieten trotzdem unserem Kunden vorsorglich gemäß den Vorgaben der DSGVO die Mitarbeiter zu informieren und den Netzwerk-Traffic für mindesten 48 Stunden mit Wireshark zu analysieren.

Schon am nächsten Tag war die IP des Mailservers, den unser Kunde nutzt, aber schon wieder in der Exploit Block List aufgeführt. Diesmal sollte ein SpamRAT-Bot als Schädling identifiziert worden sein.

Da es aber nach den Maßnahmen dafür aber augenscheinlich kein Anzeichen gab, das noch ein Schädling sich in das Netzwerk des Kunden einnisten konnte, wendeten wir uns an den Support des Providers bei dem unser Kunde sein Hosting-Packet nutzt. Schon nach wenigen Stunden erhielten wir hier eine Antwort das ein anderer Benutzer des Servers, auf dem das Hosting-Packet unseres Kunden liegt, für das Probleme verantwortlich sei.

Sicherlich ist es für User einfacher einen vorkonfigurierten und meist gut konfigurierten Mailserver eines Providers zu benutzen. Allerdings dann auch mit den hier gezeigten Risiken, dass es durchaus möglich ist, dass der Email-Verkehr geblockt wird, weil der Mailer von anderen Usern zum Versand von Spam oder anderen Schädlingen genutzt wird. Was im privaten Umfeld nur ärgerlich ist, kann als Produktiv-System eines Unternehmens arge Probleme bereiten.

Hier empfehlen wir die Nutzung eines eigenen Mailservers, der einzig vom Unternehmen genutzt wird. Dies kann auch, sollte keine Erfahrung in der Konfiguration und Wartung eines Servers vorhanden sein, ein sogenannter Managed-Server sein.

Wir bieten diesen Service für unsere Kunden gerne an, inklusive Spam- und Viren-Kontrolle bei ein- und ausgehenden Emails.

Gerne unterbreiten wir Ihnen hier ein individuelles Angebot.  Sprechen Sie uns gerne an.

Wieder Probleme mit Funktastaturen und Funkmäusen

Wir haben am 25. Juli 2019 schon von Problemem mit den Unifying und Lightspeed Funkprodukten von Logitech berichtet. Zwar gabe es bereits ein Sicherheits-Patch von Logitech, aber dieses läst sich wohl leicht aus tricksen, wie wir heute einem bericht von heise.de entnehmne mussten.

So erklärte Sicherheits-Experte Marcus Mengs gegenüber heise Security das auch nach der Installation des Sicherheitspatches die Funkeingabegeräte mit wenig Aufwand schnell wieder gehackt werden könne. Dazu sei nur ein kurzer, sekundenschneller physischer Zugriff auf den Dongel nötig.

Laut Menges müsse ein Umdenken der Benutzer stattfinden. Eingabegeräte auf Funkbasis dürfen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Die Geräte sollten beim Verlassens des Büros also eingesteckt oder verschlossen werden.

Quelle: heise.de

Telefonnummern von Facebook Nutzern veröffentlicht

Wie heute in einigen Medien (u. a. focus.de) und bei heise.de berichtet, wurden von 419 Millionen Facebook-Nutzern die Telefonnummer, die User-nummern und teilweise weitere Daten ins weltweite Netz öffentlich gestellt. Der Betreiber der Seite ist unbekannt.

Die durch einen Sicherheitsexperten zufällig gefundene Datei, die inzwischen aus dem netz genommen wurde, war für Datensammler wie Spam-Anrufer durchaus nützlich.

Facebook hat die Echtheit der Daten bestätigt. Bis April 2018 war es Facebook-benutzern möglich mithilfe von Telefonnummern User in dem sozielane Netzwerk zu finden. Laut Facebook wäre durch eine automatisierte Datensammlung die Entstehung der Datei zu erklären. Wer allerdings die Datei erstellt hat, kann facebook nicht bestimmen.

Wiederinmal hat es sich also gezeigt, das der Schutz von persönlichen Daten wohl allein in der Hand jedes mündigen und verantwortungsvollen Internetbesucher allein liegt. Ein gründliches Überlegen, welche Daten ich wo Preis gebe, eine regelmäßige Überprüfung meiner Daten und ein guter Onlineschutz mit Virenscanner und Verschlüsselung der Daten sollte mittlerweile obligatorisch sein.